Gemeinde Altheim

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Aus dem Gemeinderat

Schnelles Internet - Festlegung der Hausanschlusskosten
Der Gemeinderat hatte sich in einer früheren Sitzung bereits mit der Strategie der Breitbandversorgungsgesellschaft im Landkreis Sigmaringen (BLS) zum Glasfaserausbau befasst und beschlossen, diese mitzutragen. Nicht beschlossen wurde in dieser Sitzung die Festlegung der Kostenanteile für die privaten und gewerblichen Hausanschlüsse. Die BLS sieht in ihrer Strategie einen Kostenanteil für den Privatkunden je Anschluss in Höhe von 800,00 € netto (952,00 € incl. MwSt.) unabhängig von der Anschlusslänge vor. Dieser Betrag, der auf einem Gesellschafterbeschluss basiert, wurde vertraglich bei der Leerrohrmitverlegung im Zuge des Erdgas-/Nahwärmeanschlusses mit den jeweiligen Anschlussnehmern so fixiert und wird fällig, sobald das Glasfaserkabel eingeblasen ist und das Signal auf dem jeweiligen Grundstück zur Verfügung steht. Bei einer separaten Verlegung wird ein Kostenanteil von 1.500 € (netto) erhoben. Die Festlegung des Kostenanteils für einen gewerblichen Hausanschluss obliegt jedem Gesellschafter selbst. Die BLS geht in ihrer Berechnung von durchschnittlichen Anschlusskosten in Höhe von 3.500 € netto aus. Bei diesem Betrag wird davon ausgegangen, dass die Anschlusslänge maximal 20 m von der Hauptleitung aus beträgt. Jeder weitere Meter Leitungslänge würde mit 100,00 € netto abgerechnet werden. Die BLS geht davon aus, dass in einem Straßenzug mindestens eine Anschlussquote von 50 % vorliegen muss (gewerblich 70 %), dass ein FTTB-Ausbau erfolgt. Da bisher in der Gemeinde in keiner Straße Glasfaserkabel für den FTTB-Ausbau eingezogen sind, entscheidet der Gemeinderat im Einzelfall und nach Prüfung der Fördermöglichkeiten über einen Ausbau. Der Gemeinderat beschloss, die vorgenannten Beträge zu erheben.

Pumpstation „Zaunwiesen“, Waldhausen
Nach dem Ausfall der Pumpe wurde wegen langer Lieferzeit des Ersatzaggregates über einen Zeitraum von fast drei Monaten kein Wasser aus dem Tiefbrunnen Zaunwiesen entnommen. Der Ausbau der alten und Einbau der neuen Förderpumpe erfolgte Ende Juli. Die vorgeschriebene Wasserprobe vor Inbetriebnahme ergab Hinweise auf eine bakterielle Verunreinigung. Mehrere Nachproben mit vorheriger kurzer Wasserförderung bestätigten die bestehende Keimbelastung. Aus der Wasserfassung wurde seither bis heute kein Trinkwasser an den Verbraucher abgegeben.
Im Rahmen einer Vor-Ort-Besprechung wurde angeordnet, den Brunnen über mindestens 72 Stunden Dauerförderung klar zu pumpen und danach erneut eine Probenahme durchzuführen. Zur Zustandsbewertung des 1975 niedergebrachten Tiefbrunnens wurde die Brunnensanierungsfirma Aquaplus hinzugezogen, die während des Klarpumpens eine Unterwasserkamera eingeführt hat. Im Ergebnis war festzuhalten, dass der Zustand des Brunnenaufbaus (Filter- und Sumpfrohr DN 600 mm) gut ist. Im Sumpfrohr hat sich allerdings eine Auflandung von rund 60 cm Höhe gebildet, welche die Quelle der Verkeimung darstellen könnte. Auffallend war die starke Wasserspiegelabsenkung während des Pumpvorganges. Gegenüber der 1975 nach Bau des Brunnens gemessenen Absenkungslinie ist eine aktuelle Zunahme um etwa 3 m zu erkennen. Dies lässt darauf schließen, dass es während der Betriebszeit von über 40 Jahren im Filterkörper zu Ablagerungen von Sand und Unterkornanteilen gekommen ist, wodurch der Filterwiderstand ansteigt. Nach 72 Stunden Dauerentnahme war die bakterielle Belastung zwar wesentlich abgesunken, aber immer noch leicht erhöht und nicht der Trinkwasserverordnung entsprechend. Das Klarpumpen wurde weitere drei Tage fortgeführt, was aber keine Verbesserung mehr gebracht hat. Um den Tiefbrunnen wieder in Betrieb nehmen zu können, muss die Pumpe samt Steigrohr ausgebaut werden und eine Sanierung des Brunnens sowie der Umbau der Rohrinstallation im Schacht erfolgen. Die Brunnensanierung wurde der Fa. Aquaplus, 96317 Kronach, die Arbeiten an der Rohrinstallation der Fa. Lohr GmbH, 88214 Ravensburg, übertragen. Die Wasserversorgung erfolgt derzeit komplett von Seiten der Gemeinde Ertingen. Es ist abschließend festzuhalten, dass zu keiner Zeit belastetes Wasser ins Leitungsnetz eingespeist wurde.

Bau einer Begegnungsstätte, barrierefreies Rathaus
Frau Kuch, Zwiefaltendorf, hat im Juli die vom Gemeinderat beauftragte bauhistorische Untersuchung im Bereich der Bauhofscheuer vorgenommen. In den nicht vom Umbau im Jahr 1982 betroffenen Außenwänden (Teile Westseite, Teile Giebelwand Süd, Teile Ostseite) ist noch der Bestand aus der Zeit um 1875 erhalten. Hier handelt es sich um ein Stampfmauerwerk aus Kies und Kalk (Kein Stampfbeton), welches regional wohl recht selten vorkommt sowie die Fachwerkbereiche (teilweise). Nachdem der Bericht vorlag, wurde das Planungsbüro Groß, Altshausen, gebeten, zur weiteren Beurteilung der Kulturdenkmaleigenschaft der Bauhofscheuer eine Darstellung der den einzelnen Bauphasen zuzuordnenden Gebäudeteilen auszuarbeiten. Zusammenfassend konnte festgestellt werden, dass die aus der Zeit um 1875 erhaltenen Bauteile nur noch einen sehr geringen Teil (ca. 9%) des gesamten ehemaligen Ökonomiegebäudes ausmachen. Das Fachwerk ist in Teilbereichen angegriffen und schadhaft, so dass auch hier nach derzeitigem Kenntnisstand davon ausgegangen werden muss, dass im Falle einer Bestandslösung zumindest Teile ersetzt werden müssten. Im Falle einer Bestandslösung sind - auch auf Grund den bereits vorgenommenen Eingriffen in die ursprüngliche Fundamentierung – weitere Eingriffe (schlechter Baugrund) in die Gebäudesubstanz erforderlich, was zu einer weiteren Reduzierung des Anteils der bauzeitlichen Substanz führen würde. Von der historischen Fundamentierung ist ungestört lediglich die Südwand der Stampfmauerwerkswand erhalten. Historische Innenwände sind nicht vorhanden. Die Außenwände (Ost und West) sind hinsichtlich zukünftiger Lastabtragung der Dachlasten nicht leistungsfähig und müssten aus statischen Gründen ersetzt werden. Die Südwand müsste bei einer Bestandslösung ebenfalls ertüchtigt werden. Historische Decken sind nicht erhalten. Alle neuzeitlichen Decken wären bei einer Umnutzungslösung zu ersetzen. Das gesamte Dach mit Binderzangenkonstruktion ist neuzeitlich. Bei einer Umnutzung im Bestand wäre die Dachkonstruktion zu erneuern und die Bodenkonstruktion statisch zu prüfen und evtl. zu ertüchtigen. Hauptnutzungszweck im Erdgeschoß soll zukünftig die Begegnungsstätte sein. Die bestehende Konstruktion schränkt durch die in den Raum hineinragenden Elemente die nutzbare Fläche extrem ein, so dass bei einer Bestandslösung bezogen auf die Gebäudebreite ca. 51 % nicht oder nur eingeschränkt nutzbar wären. Auf Grund dieser Ausarbeitung konnte Bürgermeister Rude dem Gremium vermelden, dass die Denkmalbehörde einer Neubaulösung, unter Einhaltung verschiedener Vorgaben, zustimmt. Somit können die weiteren Schritte zur Umsetzung des Projekts in Angriff genommen werden.

Kanalsanierung in Heiligkreuztal – II. Bauabschnitt
In der Gemeinderatssitzung vom 14.12.2016 wurde beschlossen, aufgrund des von der Ingenieurbüro Schwörer GmbH, Altheim, ausgearbeiteten Sanierungsplans, die schadhaften Schmutzwasserkanäle im Ortsteil Heiligkreuztal im Jahr 2017 komplett sanieren zu lassen. Diese Maßnahme ist umgesetzt und abgeschlossen. Die Sanierung der schadhaften Regenwasserkanäle wurde auf die Folgejahre verschoben. Die Ingenieurbüro Schwörer GmbH, Altheim, rät nunmehr dazu, die Sanierung der schadhaften Regenwasserkanäle im Haushaltsjahr 2019 anzugehen. Dipl.-Ing. (FH) Franz-Xaver Schwörer erläuterte in der Sitzung die vorgesehenen Maßnahmen und stellte die Sanierungsmethoden dar. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf 105.000 € (brutto). Der Gemeinderat stimmte der Umsetzung der Maßnahme zu. Die erforderlichen Mittel werden im Haushaltsjahr 2019 bereitgestellt. Die Ausschreibung der Arbeiten soll bereits in Kürze erfolgen.

Vorhabensbezogener Bebauungsplan „Untere Beundlen III“, Altheim
Die im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfs mit Textteil, Begründung, zugehörigen Vorhabens – und Erschließungsplanung, dem Umweltbericht sowie den örtlichen Bauvorschriften eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange wurden von der Verwaltung in der Sitzung dargestellt und in den erforderlichen Abwägungsprozess einbezogen. Stellungnahmen aus den Reihen der Bevölkerung waren keine eingegangen. Im Rahmen der Abwägung wurde der Textteil neben den Hinweisen des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau zum Baugrund um einen Hinweis des Landesamts für Denkmalpflege ergänzt. Darüber hinaus war eine redaktionelle Änderung bezüglich einer Flurstücksnummer erforderlich. Die weiteren Stellungnahmen wurden zur Kenntnis genommen, waren aber nicht relevant für den textlichen Teil des Bebauungsplans.
Das gesamte Planwerk, das die Grundlage für die Erweiterungsabsichten der Fa. Kienle, Metallverarbeitung, Altheim, ist, wurde gut geheißen und die Satzungen beschlossen.
Zur Erschließungsplanung führte Dipl.-Ing. (FH) Franz-Xaver Schwörer aus, dass auf Grund des schlechten Baugrunds zwischen Netto-Markt und vorgesehener Grundstückszufahrt der Fa. Kienle die Gründung des Kanals und der Wasserleitung über Pfahljoche und Gussrammpfähle erfolgen muss. Er erläuterte die Ausführungsdetails anhand von verschiedenen Bildern. Diese Bauausführung zieht höhere Kosten nach sich, ist aber auf Grund der vorliegenden Untersuchungen nicht zu umgehen. Die Baumaßnahme ist in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Zugestimmt wurde außerdem dem von der Verwaltung ausgearbeiteten Vertrag mit dem Vorhabensträger, dem die Umsetzung der Arbeiten obliegt.

Ehemaliges „Areal Haid“ – Entwurf zur Gestaltung des Bereichs am Biberbach
In der Sitzung konnte dem Gremium der nachfolgende Entwurf für die Gestaltung des Bereichs entlang des Biberbachs vorgelegt werden. Dieser wurde von Dipl.-Biologe Josef Grom in Absprache mit dem Ingenieurbüro Schwörer und der Verwaltung gefertigt und sieht nach der Brücke über die Goethestraße bachabwärts einen leicht veränderten Bachlauf über eine kleinräumige Auflösung des kanalartigen Verlaufs vor. Entlang des linken Ufers ist ein lückiger Gehölzsaum vorgesehen. Am rechten Ufer fängt eine Natursteinmauer nach der Brücke den Höhenversatz ab und es sollen weitständige Einzelgehölze gepflanzt werden. Neben Niedrigwasserbereichen, die bei höheren Wasserständen überspült werden, soll am rechten Bachufer durch einen flachen Zugang das Gewässer erlebbar gemacht werden. Dipl.-Ing. (FH) Franz Xaver Schwörer verdeutlichte die Planung anhand von zwei Fotos. Der vorhandene Grundwasserbrunnen kann in die Gestaltung (Wasserspiel) eingebunden werden. Die für die Ableitung des Oberflächenwassers vorgesehene Retentionsmulde soll über mehrere Natursteinlagen in das Gelände eingebunden werden. Im Bereich bei dem Steg über den Biberbach ist ein befestigter Sitzplatz vorgesehen. Weitere Sitzgelegenheiten runden den Entwurf ab. Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf zu. Mit den weiteren Gestaltungsdetails wird sich der Bauausschuss befassen.

Was sonst noch interessiert
Bürgermeister Rude informierte das Gremium über den im Oktober geplanten Baubeginn der 220-/380 KV Höchstspannungsfreileitung Rommelsbach-Herbertingen durch die Amprion GmbH. Die Gemeinde wird zur Beweissicherung im Vorfeld der Maßnahme eine Begehung der im Zuge der Maßnahme zu befahrenden Feldwege vornehmen.
Zwei der drei Baugrundstücke in der Römerstraße fanden in der Gemeinderatssitzung im Rahmen einer Verlosung einen Käufer. Das dritte Baugrundstück ist mittlerweile reserviert.
Am vergangenen Mittwoch wurden der Karl-Wolf-Steg sowie die Brücke über den Biberbach in der Goethestraße der Prüfung durch das Ingenieurbüro Breinlinger, Tuttlingen, unterzogen. Die Berichte lagen noch nicht vor, am Karl-Wolf-Steg stehen aber größere Unterhaltungsarbeiten an.
Die vorgesehenen Arbeiten an den Plattenwegen auf dem Friedhof in Heiligkreuztal werden auf das kommende Frühjahr verschoben. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben auf dem Heiligkreuztaler Friedhof weitere Streifenfundamente für die Aufstellung der Grabsteine im Bereich der Tiefgräber eingebaut.
Im Zuge der Arbeiten für den Ausbau des schnellen Internets (Aufstellung der Multifunktionsgehäuse, Stromanschluss) durch die Fa. Stoermer, Heiligkreuztal, musste im Bereich des Wendelinusbrunnens in Waldhausen in die bestehende Grünanlage eingegriffen werden. Der in die Jahre gekommene Lichtmast mit Aufsatzleuchte wurde ersetzt, die in der Weihnachtszeit mit Lichterketten geschmückte Fichte, auch auf Grund ihrer Größe, gefällt. Das vorhandene Pflaster wurde bereits ergänzt und ausgebessert. Die Bepflanzung wird komplett erneuert und in diesem Zuge ein neues Fundament für einen Weihnachtsbaum eingebaut.

Weitere Informationen

Kontakt

Bürgermeister
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